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	<title>aisopis’ blog &#187; Medien</title>
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	<description>Jungs, hier kommt der Masterplan</description>
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		<title>Warum ZDFneo eine Totgeburt ist</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 13:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einem knappen Jahr haben wir in der Uni mal ein Referat gehalten, in dem es um die Strategien der öffentlich-rechtlichen Sender ging, auch wieder junge Zuschauer anzusprechen.1 Damals kam ein Vorschlag, der immer schonmal im Raum herumgeisterte, nur am Rande vor: Ein eigener Jugendsender. Die &#8220;Generation Umhängetasche&#8221;, wie unser damaliger Dozent die heute 20- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem knappen Jahr haben wir in der Uni mal ein Referat gehalten, in dem es um die Strategien der öffentlich-rechtlichen Sender ging, auch wieder junge Zuschauer anzusprechen.<sup>1</sup> Damals kam ein Vorschlag, der immer schonmal im Raum herumgeisterte, nur am Rande vor: Ein eigener Jugendsender. Die &#8220;Generation Umhängetasche&#8221;, wie unser damaliger Dozent die heute 20- bis 35jährigen nannte, sollte, ähnlich wie die Jüngeren mit dem Kinderkanal, ein eigenes Reich bekommen.</p>
<p>Ab Anfang November ist es nun soweit: <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,7616660,00.html">Der ZDFdokukanal geht &#8211; ZDFneo kommt</a>. Und vielversprechend sieht das Programm <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/so-sieht-das-programm-von-zdfneo-aus_100023433.html">auch noch aus</a>. Neben diversen eingekauften Serien, alten wie neuen, Doku-Soaps, die erfahrungsgemäß im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sogar ganz nett sein können, eher seltsamen Sachen wie Telenovela-Wiederholungen (richten die ZDF-Telenovelas sich nicht viel eher an die Generation Ü60?) und diversen Magazinformaten dürfte das absolute Highlight eine weitere deutsche Erstausstrahlung sein: ZDFneo hat die Rechte für 30 Rock geholt. Meine (nach jüngsten Berechnungen&#8230;) Sechst-Lieblingsserie aller Zeiten hat in den letzten Jahren mehr Emmys gewonnen, als von den meisten deutschen Serien Folgen produziert werden.</p>
<p>Es könnte also alles toll werden auf dem Mainzer Lerchenberg. Die jungen Zuschauer schauen wieder öffentlich-rechtliches Fernsehen, zahlen dann irgendwann auch guten Gewissens wieder ihre Rundfunkgebühren und wechseln dann eines Tages auch rüber ins ZDF-Hauptprogramm, erst zaghaft zu Wetten Dass, dann schon etwas mutiger zu Maybrit Illner. Und irgendwann schauen sie dann auch Volksmusiksendungen. Oder so ähnlich.</p>
<p>Aber sie werden noch nicht einmal den ersten Schritt machen. Einmal ganz abgesehen davon, dass die Fernsehnutzung im allgemeinen bei den jungen Zuschauern auch in Zukunft immer weiter sinken wird, und ich mir sicher bin, dass programmgebundenes Fernsehen (also so wie heute) schneller aussterben wird als die schon fast beerdigte Zeitung und durch ein On-Demand-System ersetzt wird, gibt es ein ganz massives Problem an den ZDF-Plänen: Kaum jemand außer einigen wenigen extrem medieninteressierten Menschen wird in der ersten Zeit von der Existenz des Senders wissen. Kaum einer guckt die <a href="http://meedia.de/nc/background/meedia-blogs/jens-schroeder/mr-analyzer-post/article/neu--quoten-von-zdfinfokanal-und-zdfdokukanal_100014920.html?tx_ttnews[backPid]=1426&amp;cHash=1e6eaf2237">ZDF-Digitalkanäle, zu denen ZDFneo dann auch gehört, die Quoten liegen in etwa auf Neun Live-Niveau</a>. Und wenn nicht in den nächsten Tagen noch massivst Öffentlichkeit hergestellt wird, blüht ZDFneo das gleiche.</p>
<p>Damit, dass nach wie vor viele Haushalte immer noch kein Digitalfernsehen empfangen und deshalb von ZDFneo komplett ausgesperrt sind, möchte ich erst gar nicht anfangen.</p>
<p>Das wirklich traurige daran: Hier werden endlich einmal Sendungen produziert bzw. eingekauft, die wirklich vielversprechend oder augenscheinlich super sind, und das sicher auch nicht für wenig Geld. Das ganze passiert aber nur, um alles wieder in einem Spartenprogramm zu verstecken, anstatt damit Sendeplätze im Hauptprogramm des ZDF zu füllen, auf die vielleicht sogar der ein oder andere Rentner verzichten könnte.</p>
<p>Oder macht das ZDF das wirklich nur <a href="http://www.fernsehlexikon.de/7072/unrockbar/">aus Rücksicht auf die jungen Zuschauer</a>?</p>
<p><em>ZDFneo ersetzt ab dem 1. November 2009 den ZDF-Dokukanal, der über Digitalen Kabel, Digitalen Sattelit und DVB-T empfangbar ist. (m.W. auch über zattoo). Weitere infos zum Empfang <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,7900459,00.html">gibt es beim ZDF</a>.</em></p>
<p><em>UPDATE: <a href="http://www.dwdl.de/story/23295/neuer_sender_zdfneo_startet_ohne_zuschauer/">Hab ich&#8217;s nicht gesagt</a>? Auch wenn die <a href="http://www.dwdl.de/story/23390/robbie_hilft_zdfneoquoten_auf_die_sprnge/">Tendenz nach oben zeigt</a>&#8230;<br />
</em></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_385" class="footnote">ja, genau, das Seminar, über das ich auch schon <a href="http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/03/04/mein-feind-bauerfeind/">hier</a> geschrieben habe</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Befindlichkeitsjournalismus</title>
		<link>http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/08/21/befindlichkeitsjournalismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 16:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen habe ich mich mit zwei Kommilitoninnen über die Neon unterhalten. Wir waren alle drei Abonennten der Zeitschrift, die ich selbst einmal als eine Art &#8220;Leitmedium meiner Altersklasse&#8221; bezeichnet habe. In unserem Gespräch ging es trotzdem vor allem darum, wie doof die Neon eigentlich ist. Eine meiner Gesprächspartnerinnen hatte sie deshalb schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen habe ich mich mit zwei Kommilitoninnen über die Neon unterhalten. Wir waren alle drei Abonennten der Zeitschrift, die ich selbst einmal als eine Art &#8220;Leitmedium meiner Altersklasse&#8221; bezeichnet habe. In unserem Gespräch ging es trotzdem vor allem darum, wie doof die Neon eigentlich ist. Eine meiner Gesprächspartnerinnen hatte sie deshalb schon abbestellt, die andere bekommt sie noch immer in ihr Elternhaus geliefert, obwohl sie schon lange nicht mehr dort wohnt. Und auch ich habe mein Abonnement diese Woche beendet.</p>
<p>Keine Frage: Die Neon ist eine der bestgemachten Zeitschriften auf dem deutschen Markt. Die Texte sind fast immer gut geschrieben und das Layout ist erstklassig. Allerdings sind die Themen zu oft die selben: Liebe, Sex und Zärtlichkeiten nehmen fast mehr Platz ein als in der Bravo. Und das jeden Monat. Wenn man aber, wie ich, seit 5 Jahren diese Zeitschrift liest, wiederholt sich dieser Befindlichkeitsjournalismus doch irgendwann. Mittlerweile ist fast jede Beziehungssituation in der einen oder anderen Form abgefrühstückt. Es springen, sowohl in diesem Hauptthema der Zeitschrift als auch darüber hinaus, immer wieder tolle Texte heraus, aber es ist einfach nicht mehr so, dass ich die aktuelle Ausgabe schon zwei Tage nach erscheinen durch habe und kaum auf die nächste warten kann. Die Relevanz, die ich, vielleicht zu Unrecht, mal in dieser Zeitschrift gesehen habe, ist einfach verlorengegangen. Vielleicht war sie auch nie da. Schließlich hatte selbst die Vanity Fair eine fast so hohe Auflage wie die Neon.</p>
<p>Von daher war das größte Hinderniss, das Abo zu kündigen, auch nicht, dass ich nicht auf die Zeitschrift verzichten könnte, sondern eher, dass sie Mittlerweile 1 1/2 Fächer in meinem Regal einnimmt und diese Reihe nun unterbrochen wird. Und das sieht einfach doof aus. Aber da muss ich nun wohl durch &#8211; ich werde das wohl schaffen&#8230;</p>
<p>Das einzige, was ich an Inhalten vermissen werde, sind die &#8220;deutschen Geschichten&#8221; und das Bilderrätsel. Aber für die 2 Seiten geb&#8217; ich keine 3 Euro jeden Monat aus.</p>
<p>Mittlerweile sieht sich anscheinend die Neon auch selbst als Leitmedium einer Generation. Nicht umsonst schreibt sie auf der aktuellen Titelseite etwas von der &#8220;Generation Neon&#8221;. Diese Selbstüberschätzung ist vielleicht geerbt vom mutterblatt Stern. Das bezeichnet sich ja auch immer noch als &#8220;Nachrichtenmagazin&#8221;.</p>
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		<title>Skins bald im deutschen Fernsehen</title>
		<link>http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/08/08/skins-bald-im-deutschen-fernsehen/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 15:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Während die deutschen Free-TV Sender anscheinend immer noch nicht mitbekommen haben, dass Fernsehserien mittlerweile weder in Qualität noch in Zuschauerbeliebtheit hinter großen Hollywood-Blockbuster-Filmen herhinken, und die besten Produktionen entweder gar nicht senden oder auf unmöglichen Sendeplätzen verstecken, hat es zumindest ein Pay-TV-Sender mitbekommen. Die Rede ist vom FOX Channel. Gut, der ist, wie der Name [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die deutschen Free-TV Sender anscheinend immer noch nicht mitbekommen haben, dass Fernsehserien mittlerweile weder in Qualität noch in Zuschauerbeliebtheit hinter großen Hollywood-Blockbuster-Filmen herhinken, und die besten Produktionen entweder gar nicht senden oder auf unmöglichen Sendeplätzen verstecken, hat es zumindest ein Pay-TV-Sender mitbekommen. Die Rede ist vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/FOX_Channel">FOX Channel</a>. Gut, der ist, wie der Name schon andeutet, eine Tochter von Rupert Murdochs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fox_Network">FOX Network</a> (u.a. Die Simpsons, OC California) und weiß um den Erfolg gutgemachter Serien wohl aus dem Mutterland. Und das beste: Die Serien werden (laut Wikipedia) sowohl mit deutschem als auch mit Originalton ausgestrahlt. Das einzige Problem: Man kann den Sender nicht einzeln abonnieren &#8211; sonst würd ich das <span style="text-decoration: line-through;">vielleicht</span> machen.</p>
<p>Lange Einleitung, kommen wir nun zum Hauptanlass dieses Artikels: Ab dem 20. August zeigt FOX eine meiner 2 Lieblingsserien: Skins.<sup>1</sup></p>
<p>Skins ist eine Britische Serie. Das reicht fast schon als Qualitätsmerkmal, denn Britischer Humor ist einfach so mit der beste, den es gibt. Aber Skins ist keine Comedy-Serie. Es ist mehr eine Jugend-Drama-Serie. Die Akteure sind zwar viel Jünger als ich (die Serie begleitet sie jeweils zwischen ihrem 16. und 18. Lebensjahr) und nehmen viel mehr Drogen, aber ihre Probleme sind absolut Authentisch. Und wie sie damit umgehen sowieso. Das unrealistischste an der Serie ist vielleicht, dass es für England zu wenig regnet<sup>2</sup> Und wenn dann noch so tolle Musik dazu kommt (u.a. Liveauftritte von den <a href="http://www.e4.com/video/7Z1WL7BDtocIpiRMnQ8lHC/play.e4">Foals</a> und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8O25ZJng43U">You love her coz she&#8217;s dead</a>, aber auch ansonsten wunderbare &#8211; und <a href="http://www.e4.com/skins/music.html">überaus bedachte</a> &#8211; Songauswahl), dann ist dass einfach nur toll.</p>
<p>Zum ersten mal von Skins gehört hatte ich in einem <a href="http://www.coffeeandtv.de/2009/02/17/leute-haute/">Artikel bei Coffee und TV</a>. Von der ersten Folge war ich zwar nicht auf Anhieb überzeugt<sup>3</sup>, aber spätestens als ich mir das etwas ausgefallene Erzählprinzip der Serie angesehen habe, war ich doch wieder angetan: Jede Folge konzentriert sich auf eine andere Hauptperson. So machen einzelne Folgen schon Spaß, es können aber trotzdem überaus komplexe Geschichten erzählt werden.</p>
<p>Leider kann man (wie gesagt) den Fox Channel nicht einzeln abonnieren, aber wofür gibt es das Internet und die Globalisierung: Erstens sind in England ja alle drei mittlerweile gelaufenen Staffeln auf DVD erhältlich und damit über Amazon Marketplace und dergleichen auch in Deutschland und zum anderen ist die erste Folge auch (legal) im Internet verfügbar:</p>
<p><a href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&amp;videoid=61552082">Tony – Skins – Hautnah, erste Folge exklusiv auf MySpace</a><br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=61552082,t=1,mt=video" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="360" src="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=61552082,t=1,mt=video" wmode="transparent" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><em>Skins &#8211; Episode 1: Tony (Deutsch)</em> (video via <a href="http://www.spreeblick.com/2009/08/07/skins/">Spreeblick</a>)</p>
<p>Natürlich ist die Synchronisation mal wieder unter aller Sau. Aber wie will man auch eine Sendung, in der britisches Englisch gesprochen wird,<sup>4</sup> auch vernünftig synchronisieren. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.</p>
<p>Sehr empfehlenswert ist übrigens auch <a href="http://www.e4.com/skins/index.html">die Seite des produzierenden Senders E4</a>, wo neben ganz vielen Hintergrundinfos auch jede Menge Videos (Hinter den Kulissen, Zwischenepisoden etc.) angesehen werden können. Bis auf die eigentliche Serie ist auch alles von Deutschland aus erreichbar.</p>
<p><object id="flashObj" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="510" height="335" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="videoId=1346592179&amp;playerID=3924638001&amp;domain=embed&amp;" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/3924638001?isVid=1&amp;publisherID=1213940598" /><param name="name" value="flashObj" /><param name="flashvars" value="videoId=1346592179&amp;playerID=3924638001&amp;domain=embed&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="flashObj" type="application/x-shockwave-flash" width="510" height="335" src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/3924638001?isVid=1&amp;publisherID=1213940598" name="flashObj" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" allowfullscreen="true" seamlesstabbing="false" base="http://admin.brightcove.com" flashvars="videoId=1346592179&amp;playerID=3924638001&amp;domain=embed&amp;" bgcolor="#FFFFFF"></embed></object></p>
<p><em>Skins Special Party (Sonderepisode zwischen 1. und 2. Staffel mit Liveauftritt von den Foals)</em></p>
<p><strong>Aber wieso kann so eine Serie nicht einmal aus Deutschland kommen?</strong></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_361" class="footnote">Meine andere Lieblingsserie ist How I Met Your Mother, dazu aber an anderer Stelle vielleicht einmal mehr</li><li id="footnote_1_361" class="footnote">obwohl Bristol, wo die Serie spielt, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bristol#Climate">eine der sonnenreichsten Städte Englands ist</a></li><li id="footnote_2_361" class="footnote">oder zumindest nicht so extrem begeistert wie etwas später</li><li id="footnote_3_361" class="footnote">und Fuck natürlich als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Modalpartikel">Modalpartikel</a> benutzt wird</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>EinsLive Kunst. R.I.P.</title>
		<link>http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/06/11/einslive-kunst-rip/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 22:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich mich in den letzten Semesterferien für eine Hausarbeit mit dem aktuellen Rundfunkstaatsvertrag (RStV) auseinander gesetzt habe, wusste ich, dass sich in den Onlineaktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen etwas ändern musste. Nicht alle Änderungen sind dabei im Sinne des Verbrauchers (und Gebührenzahlers). Man denke nur an die Regel, dass die meisten Sendungen nur 7 Tage in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mich in den letzten Semesterferien für eine Hausarbeit mit dem aktuellen <a href="http://www.br-online.de/content/cms/Universalseite/2008/03/06/cumulus/BR-online-Publikation-ab-05-2009--53988-20090602102656.pdf">Rundfunkstaatsvertrag</a> (RStV) auseinander gesetzt habe, wusste ich, dass sich in den Onlineaktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen etwas ändern musste. Nicht alle Änderungen sind dabei im Sinne des Verbrauchers (und Gebührenzahlers). Man denke nur an die Regel, dass die meisten Sendungen nur 7 Tage in den Mediatheken stehen dürfen. Aber so ist es eben, wenn Politiker über Medien entscheiden. (Und mal unter uns, wofür gibt es Youtube?)</p>
<p>Viel schlimmer finde ich, dass mein absoluter uneingeschränkter Lieblingsradiosender nun off-air gehen musste. Wobei off-air hier nicht ganz passt, da es nur ein Online-Radiosender war, der auch nur20 Stunden pro Woche neues Material sendete &#8211; und die Beiträge waren auch noch alle recyclet von den diversen WDR-Hörfunkwellen.</p>
<p>Trotzdem: <a href="http://www.einslive.de/multimedia/kunst/">EinsLive Kunst</a> ist tot. Offiziell heißt es, dass der RStV und der allgemeine Sparzwang daran Schuld seien. Für mich heißt es einfach: Keine Kulturberichterstattung mit gleichzeitiger guter Musikversorgung mehr.</p>
<p>Mein Allgemeiner <a href="http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/02/24/das-radio-stirbt-nicht-aus-guter-radiojournalismus-schon/">Radio-Rant</a> vor einigen Monaten war eigentlich nur in einer (schlechten) Laune geschrieben. Aber er scheint immer wahrer zu werden, jetzt, wo einer der letzten Orte, an dem Kulturberichterstattung auch für Menschen diesseits des Rentenalters durch die zwischendurch laufende Musik schmackhaft gemacht wird, gecancelled wird.</p>
<p>Auf der Internetseite von EinsLive Kunst wird auf das in Bälde eröffnende MeinWDRRadio.de hingewiesen. Dessen Konzept hört sich so an, dass man eine oder mehrere Beitragsarten und Musikstile auswählen kann und so sein persönliches Radioprogramm geschustert bekommt. Meines wird dann wohl zu einem großen Teil EinsLive Kunst ähneln. (Wenn denn solch ein Projekt überhaupt RStV-Konform ist, was ich durchaus bezweifle.)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Einfach Bach: Überraschend lustig</title>
		<link>http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/05/03/einfach-bach-uberraschend-lustig/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 14:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich mag ich Dirk Bach ja gar nicht. Und Sketch-Comedy ist auch meistens unlustig. Und Sat1 ist der Sender, den ich am seltensten gucke (zumindest von den 13, die ich auf meinem Fernseher empfange). Trotz dieser ganzen überaus schlechten Vorzeichen ist das, was ich bisher von Dirk Bachs neuer Sendung &#8220;Einfach Bach&#8221; gesehen habe, überraschend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eigentlich mag ich Dirk Bach ja gar nicht. Und Sketch-Comedy ist auch meistens unlustig. Und Sat1 ist der Sender, den ich am seltensten gucke (zumindest von den 13, die ich auf meinem Fernseher empfange). Trotz dieser ganzen überaus schlechten Vorzeichen ist das, was ich bisher von Dirk Bachs neuer Sendung &#8220;Einfach Bach&#8221; gesehen habe, überraschend gut. Ziemlich gut sogar.</em></p>
<p>Comedy ist ja nicht gerade des deutschen Fernsehens stärkstes Genre. Das meiste, was es im Fernsehen in diesem Bereich zu sehen gibt, ist entweder schlichtweg dumm oder einfach nicht lustig, meist aber beides auf einmal. Ausnahmen (Switch, Mein neuer Freund etc.) bestätigen natürlich die Regel. Besonders Sat1 hat mit dem Fun-Freitag eine besonders schlimme Sende-Strecke im Programm.</p>
<p>Seit kurzem jedoch gibt es ausgerechnet auf diesem mittlerweile nicht nur qualitäts-, sondern auch quotenmäßigen Problemsendeplatz einen Lichtblick: <em>Einfach Bach</em>.</p>
<p>Sat1 verspricht &#8220;24 Lacher in 24 Minuten&#8221; &#8211; das mag vielleicht etwas übertrieben sein. Aber 24 Schmunzler und ein paar Lacher sind &#8211; verglichen mit dem, was sonst auf diesem Sendeplatz läuft &#8211; auch schon einiges. Besonders, wenn zwischen eher mittelmäßigen Sketchen wirklich großartige wie &#8220;Das Perfekte Abendmahl&#8221; laufen:</p>
<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/aL6jgTe8tII&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/aL6jgTe8tII&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Wie gesagt: Nicht jeder Witz und jeder Sketch ist ein Brüller, und es handelt sich vielleicht auch nicht um die niveauvollste Unterhaltung aller Zeiten, aber eine solide Comedysendung, lustiger als die meisten ihrer Art, ist Einfach Bach auf jeden Fall.</p>
<p><em>Einfach Bach läuft Freitags 21.15 auf Sat1 (Wiederholung Sonntags Mittags), die meisten Sketche können auf <a href="http://www.sat1.de/comedy_show/einfachbach/">Sat1.de </a>angesehen werden.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mein Feind: Bauerfeind</title>
		<link>http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/03/04/mein-feind-bauerfeind/</link>
		<comments>http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/03/04/mein-feind-bauerfeind/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 22:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Semester habe ich ein Seminar belegt, in dem es um die Frage ging, wie die öffentlich-rechtlichen Sender wieder mehr junge Zuschauer erreichen könnten. In einem Referat ging es dabei auch um Katrin Bauerfeind, denn die ist eines dieser Gesichter, oder, wie es im Seminar so schön hieß, &#8220;Protagonisten im Kampf gegen die Überalterung.&#8221;1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten Semester habe ich ein Seminar belegt, in dem es um die Frage ging, wie die öffentlich-rechtlichen Sender wieder mehr junge Zuschauer erreichen könnten. In einem Referat ging es dabei auch um Katrin Bauerfeind, denn die ist eines dieser Gesichter, oder, wie es im Seminar so schön hieß, &#8220;Protagonisten im Kampf gegen die Überalterung.&#8221;<sup>1</sup> Und anscheinend war unser Dozent, selbst im Hause 3Sat beschäftigt, nicht der einzige, der einen Narren an dieser Frau gefressen hat.</p>
<p>Ich konnte den Hype um Katrin Bauerfeind noch nie verstehen. Ich habe ehrlich gesagt Ehrensenf nie gesehen, aber seit Katrin Bauerfeinds erstem großen Auftritt als TV-Moderatorin bei der Berlinale-Eröffnung 2008 entfährt mir meist nur eins, wenn ich die Frau im Fernsehen sehe: &#8220;Och, nö. Nicht schon wieder&#8221;. Auch ihre Schwangerschaftsvertretung Tita von Hardenbergs beim mitlerweile eingestellten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polylux_(Fernsehen)">Polylux</a> machte die Sache nicht besser. Die von Hardenberg moderierte ja schon seltsam. Aber die Bauerfeind einfach nur schlecht.</p>
<p>Die Krone wird dem ganzen aber jetzt aufgesetzt: Katrin Bauerfeind hat ihre eigene Sendung. Diese Woche zum zweiten Mal nahm die Sendung den Platz ein, der wohl mit der Einstellung von Polylux freigeworden ist. Nicht im Programmschema, aber thematisch. Es geht um Popkultur in &#8220;Bauerfeind&#8221;, jeden ersten Mittwoch im Monat. Um Popkultur im weitesten Sinne.</p>
<p>Man könnte also viel aus dem Schema machen, zumal sich die On-Screen-Designer mal etwas trauen durften: Die ganze Sendung ist wie ein Computerbildschirm aufgebaut, die einzelnen Einspieler werden per sichtbarem Mausklick gestartet und beendet. Leider sieht das in der Praxis einfach nur doof aus. Noch schlimmer wird es dann auch nur, wenn Katrin Bauerfeind die Einspieler unterbricht, nur um irgendeinen seltsamen Kommentar abzugeben. Das soll vielleicht lustig daherkommen und die Sendung auflockern &#8211; in Wirklichkeit stört es aber einfach.<sup>2</sup></p>
<p>Obwohl, viel zu zerstören gibt es bei den Einspielern ohnehin nicht. Bei der <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/bauerfeind/130622/index.html">Premierensendung</a> vor einem Monat zum Beispiel ging es um den Online-Wahlkampf in Deutschland. Und wer wurde als einziges gefragt? Die Wahlkampfbeauftragten<sup>3</sup> der SPD und der CDU. Beispiele, was wirklich im Netz getan wird, gab es nicht wirklich. Ach ja, doch: Es wurde sich über die, die etwas im Netz machen (zum Beispiel Schäfer-Gümbel), lustig gemacht. Was denn nun, liebe Bauerfeind-Redaktion, wollt ihr Politik im Web 2.0 oder nicht?</p>
<p>Weiter ging es in der Sendung dann mit einem einfach nur peinlichen Interview mit Udo Lindenberg, in dem sich Katrin Bauerfeind wohl in ihrer Rolle als Groupie sehr gefiel, und einem extrem kurzen &#8220;Beitrag&#8221; über &#8220;das Sounddesign der CDU&#8221;. Was einem der letzte Beitrag sagen sollte, wurde einem auch beim zweiten mal sehen in der Mediathek nicht klar. Wahrscheinlich musste die halbe Stunde Sendezeit gefüllt werden.</p>
<p>Heute, bei der <a href="http://www.3sat.de/mediathek/?obj=11704">zweiten Sendung</a>, sah es schon nicht mehr ganz so schlimm aus. Der <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/bauerfeind/131599/index.html">Beitrag über Twitter</a> war ganz ok, wenn auch nicht wirklich informativ &#8211; wenn ich nicht gewusst hätte, was Twitter ist, bezweifle ich, dass ich es nach dem Beitrag getan hätte.<sup>4</sup> Danach kam ein <a href="http://www.3sat.de/bauerfeind/quiz/131510/index.htm">Beitrag über Opel und andere Traditionsuntenehmen und die&#8230; äh&#8230; Steuererklärung</a>. Das war zwar etwas wirr, aber durchaus charmant Das <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/bauerfeind/131593/index.html">Interview mit Noel Gallagher</a> ähnlich: Ganz nett anzusehen, aber etwas neues war nicht zu sehen oder hören. Die anderen beiden Beiträge (einer über ein <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/bauerfeind/131595/index.html">Youtube-Synphonie-</a>Casting, einer über <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/bauerfeind/131600/index.html">Fotoautomaten</a><sup>5</sup>) waren sogar gar nicht schlecht. Das einzige, was wieder einmal störte: Die An-, Ab- und Zwischenmoderationen. Aber ein Aufwärtstrend ist immerhin zu sehen. Vielleicht wird die Sendung in fünf Jahren ja einmal ganz passabel sein.</p>
<p>Am Ende jeder Sendung kommt, wie am Computer, immer die Frage, ob man das Programm wirklich beenden möchte. Wenn mein Fernseher eine Maus hätte, ich würde extra fest drücken.</p>
<p><em>(Aber wenigstens habe ich jetzt die Chance, zum ersten und vielleicht einzigen mal in einer Hausarbeit den Verriss einer Sendung unterzubringen&#8230;)</em></p>
<p><em><strong>Bauerfeind</strong>, jeden 1. Mittwoch im Monat, 21:30 auf 3Sat und danach in der 3sat <a href="http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?mode=red">Mediathek</a></em></p>
<p><strong>Update:</strong> Katrin Bauerfeinds andere momentane Sendung, <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/specials/130506/index.html">1-2-3 Istanbul</a>, in der sie zusammen mit dem Sänger Henning Wehland (H-Blockx/Söhne Mannheims) nach Istanbul reist und unterwegs Aufgaben löst, ist trotzdem ganz nett. Aber die macht sie ja eben auch nicht alleine.</p>
<p><em><strong>1-2-3 Istanbul</strong>, morgen letzte Folge, alle Folgen aber auch in der 3Sat-Mediathek</em></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_259" class="footnote">zu dieser Gruppe gehör(t)en sonst noch so illustre Namen wie Oliver Pocher, Bruce Darnell und Charlotte Roche</li><li id="footnote_1_259" class="footnote">Und wenn man schon so ein Design benutzt, könnte man doch wenigstens die Online-Mediathek-Version des ganzen an das Design anpassen und die ganzen Buttons anklickbar machen. Stichwort Interaktivität und so.</li><li id="footnote_2_259" class="footnote">glaub ich, auf jeden Fall Beauftragte für irgendwas in den Parteien</li><li id="footnote_3_259" class="footnote">dann doch schon lieber &#8211; ich geb es ungern zu &#8211; <a href="http://www.aisopis.de/blog/index.php/2009/02/19/twitter-for-dummies/">Galileo</a></li><li id="footnote_4_259" class="footnote">übrigens ist der im Beitrag gezeigte Fotoautomat nur deshalb so beliebt, weil die Fotos dort nur 2 Euro kosten</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Das Radio stirbt nicht aus &#8211; guter Radiojournalismus schon</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 17:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen.
Bertholt Brecht, Radiotheorie
Das Deutsche Radio ist arm dran. Zwar laufen ihm nicht so sehr die Zuhörer weg wie beispielsweise den Zeitungen die Leser. Auch junge Menschen hören immer noch Radio &#8211; wenn auch weniger als ältere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen.</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>Bertholt Brecht, Radiotheorie</em></p></blockquote>
<p>Das Deutsche Radio ist arm dran. Zwar laufen ihm <a href="http://www.dwdl.de/article/story_16996,00.html">nicht so sehr die Zuhörer weg</a> wie beispielsweise den Zeitungen die Leser. Auch junge Menschen hören immer noch Radio &#8211; wenn auch weniger als ältere Generationen. Im Auto und in vielen Büros ist das Radio immer noch das beliebteste und meistgenutzte Medium, wenn auch meist nur nebenbei. Was dem Radio wegläuft, sind die Werbekunden und, auf Dauer genauso wichtig, in vielen Fällen die Qualität.</p>
<p>Die meisten der meistgehörten Radiosender in Deutschland gehören zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Und das scheint auch gut so zu sein. Denn während sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer mal wieder selbst zum Affen macht oder für Skandale sorgt, sind die Radiosender in vielen Fällen noch immer die letzte Bastion von journalistischer Arbeit.</p>
<p>Vorletzten Freitag hatten diverse Moderatoren der privaten Radiosender dieser Republik mal wieder ihre 15 Minuten Ruhm. Besonders eindrucksvoll <a href="http://www.blogmedien.de/?p=1206">&#8220;nutzte&#8221; dies Hans Kristian Blomberg</a> von big.fm (Baden-Württemberg), als er seiner Mitmoderatorin an die Brust fasste. Diese Einlage wurde zwar nicht mehr überboten, aber mit Ruhm bekleckerten sich die meisten seiner Kollegen in den anderen Bundesländern auch nicht. Wie auch schon die Jahre zuvor.</p>
<p>Aber während bei den Privaten manchmal Hofen und Malz schon verloren zu sein scheint, gibt es ja noch die öffentlich-rechtlichen. Und dass die es eigentlich drauf haben, zeigen sie fast so oft wie sie es zu vergessen scheinen. Manches Mal scheint der Unterschied zu den privaten nämlich hauptsächlich in weniger oder fehlender Werbung zu liegen.</p>
<p>In Mainz lasse ich mich zum Beispiel regelmäßig von DasDing, jener hochgelobten Jugend-Welle des SWR wecken. Nicht wegen guter Musik, gutem Journalismus oder sympathischen Moderatoren. Eher das Gegenteil. Das Programm bringt mich dazu, relativ schnell aufzustehen, den PC anzumachen und die Anlage auf den externen Eingang (an dem mein Computer hängt) umzustellen. Zu nervig und anbiedernd sind mir die Moderatoren bei DasDing. Journalistische Beiträge sucht man im Programm oft sehr lange.</p>
<p>Bei den anderen Jugend- und &#8220;Für-Alle-&#8221;Programmen sieht es oft ähnlich aus. Zwar sind die Moderatoren meist nicht so schlimm wie bei DasDing, aber journalistische Höchstleistungen gibt es bei den Massen-Pop-Wellen meist nicht zu hören. Mit der meist äußerst langweiligen Musik will ich gar nicht erst anfangen.</p>
<p>Manchmal habe ich das Gefühl, <a href="http://www.einslive.de/multimedia/kunst/">gute</a> <a href="http://www.byte.fm/">Radiosender</a> gibt es nur im Internet.</p>
<p><em>(Eine Anmerkung noch: Die Kulturwellen scheiden für mich zumindest für die Weckfunktion meiner Anlage aus, da ich davon nicht aufwache&#8230;)</em></p>
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		<title>Irrelevanz verkauft sich nicht</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 11:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matze</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit großem Tamtam startete vor etwa zwei Jahren eine der beliebtesten Amerikanischen Zeitschriften auch auf dem Deutschen Markt. Die Medienseiten damals waren voll von den neuesten Informationen, Lob und Verrissen der ersten Ausgaben. Das Lob blieb dann im Laufe der Zeit vor allem den Verantwortlichen des Blattes im Halse stecken: Trotz mehrerer werbewirksamer Preisaktionen wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit großem Tamtam startete vor etwa zwei Jahren eine der beliebtesten Amerikanischen Zeitschriften auch auf dem Deutschen Markt. Die Medienseiten damals waren voll von den neuesten Informationen, Lob und Verrissen der ersten Ausgaben. Das Lob blieb dann im Laufe der Zeit vor allem den Verantwortlichen des Blattes im Halse stecken: Trotz mehrerer werbewirksamer Preisaktionen wurde das Heft nie ein Erfolg. Im Mai letzten Jahres musste dann Chefredakteur Ulf Poschardt gehen, und <a href="http://www.dwdl.de/article/story_19806,00.html">jetzt wird das ganze Heft eingestampft</a>.</p>
<p>Ich habe mir damals die ersten drei Ausgaben gekauft. Schließlich wurde die deutsche Vanity Fair als &#8220;interessantester Neustart für mehrere Jahre&#8221; (oder so) gehandelt. Schlecht war das ganze damals nicht. Höchstens etwas belanglos. Während das amerikanische Mutterblatt regelmäßig auch mit politischen Geschichten Aufsehen erregt, war das politischste, an das ich mich mich in der deutschen Ausgabe erinnern kann, ein Text Michel Friedmans über Neo-Nazis.</p>
<p>Seit der dritten Ausgabe habe ich mir die Vanity Fair dann auch nie wieder gekauft. Nur eine Ausgabe habe ich mal in meinem Elternhaus auf dem Klo gefunden, gekauft von meinem Bruder. Sie lag, vielleicht nicht ganz zurecht, zwischen einigen Ausgaben der FHM. Auf dem Titel: Herbert Grönemeyer. Im Heft: Unter anderem eine Pseudo-Wissenschaftliche Story mit dem Titel &#8220;So werden sie erfolgreich&#8221;.</p>
<p>Wo sich die Vanity Fair auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt mit diesem Themenmix positionieren wollte, habe ich nie verstanden. Celebrity-Magazine gibt es zuhauf und mehr oder weniger ernstzunehmende General-Interest-Blätter auch. Entsprechend fand man dann auch viel zu wenig Käufer: Während die gehypte erste Ausgabe trotz 500.000er-Auflage zum Beispiel <a href="http://misterworld.blogspot.com/2007/02/vanity-fair.html">in Hamburg fast restlos ausverkauft war</a>, kam das Blatt, zumindest seit seine Zahlen von der IVW registriert werden, kaum auf über 200.000 Exemplare.</p>
<p><em>Die Deutsche Vanity Fair wurde 2 Jahre und eine Woche alt.</em></p>
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