aisopis’ blog Jungs, hier kommt der Masterplan

Sekt zum Frühstück

Irgendwann in meinem ersten Studienjahr habe ich den Entschluss gefasst, bis zum Ende meines Studiums jede Menge Klassiker aller Art zu lesen, zu hören bzw. zu sehen. Also Filme, Theaterstücke, Bücher und CDs. Da sich mein DVD-Konsum aber vorrangig auf Serien und mein Lesekonsum manchmal tage- bis Wochenlang auf Blog-, Zeitschriften- und Zeitungsartikel sowie Sachen für die Uni beschränkt, komme ich langsamer voran, als ich es gedacht hatte.1 Bisher sind nur wenige Bücher2, ein paar mehr CD-Klassiker3 und relativ wenige Filme zusammengekommen4.

Am letzten Wochenende5 war es dann mal wieder soweit: Ich habe etwas für meine “kulturelle Bildung” in letzterer Kategorie getan und mir einen absoluten Filmklassiker angesehen. Und zwar “Breakfast at Tiffany’s”.

Mal abgesehen davon, dass ich mich, wie wahrscheinlich Abermillionen Männer in den letzten vierzig Jahren auch, ein wenig in Audrey Hepburn verliebt habe, muss wohl auch die Geschichte, die aus einer Kurzgeschichte von Truman Capote stammt, nicht mehr erzählt werden. Wer sie nicht kennt, schaut einfach in der Wikipedia nach oder – noch besser – sieht sich den Film an (oder liest die Originalgeschichte). So viel nur: Die Story ist völlig Zeitlos, könnte genau so auch heute spielen.6

Viel wichtiger (und überraschender) aber: Auch der Film könnte sowohl vom Erzählstil als auch von der Ästethik aus noch nicht so lang vergangener Zeit stammen. Es würden dann vielleicht weniger Zigaretten geraucht werden, aber das wäre es auch schon. Bei vielen anderen älteren Filmen (und auch schon bei Filmen und Serien aus den frühen Neunzigern) hatte ich ein meist unangenehmes Gefühl, dass ganze sei nicht mehr zeitgemäß.

Breakfast at Tiffany’s ist aber zeitgemäß. Mehr als das: So große Sonnenbrillen, wie Audrey Hepburn in dem Film trägt, sind ja wieder modern.7

  1. Dass viele literarische Klassiker wie z.B. Faust Theaterstücke sind, und ich äußerst ungern Theaterstücke lese, tut sein übriges []
  2. z.B. Faust I und die Buddenbrooks, als nächstes werde ich mir wohl etwas von Schiller vornehmen ((Tipps, anyone?) (zwischen dem ersten Entwurf dieses Textes und seinem erscheinen habe ich Schiller’s Maria Stuart durchgelesen) den Vorleser vornehmen – als Vorbereitung auf den Film []
  3. zum Beispiel Pet Sounds von den Beach Boys etc. []
  4. aber Filme wie Fight Club stehen schon auf der Liste und warten nur noch, auch geguckt zu werden []
  5. ich weiß, der Artikel erscheint reichlich spät []
  6. dann würd das ganze vielleicht “Breakfast at the Apple-Store” heißen, aber das wäre auch egal []
  7. oder liege ich mit der Einschätzung mal wieder Jahre zu spät? []

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Mobile Me Ja, ich find das äußerst komisch